Startseite
  Über...
  Archiv
  Witz der Woche
  Wetter in Paris
  Links
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


http://myblog.de/ralffrance

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Die 7. Woche (14. Nov.)

Dienstag, 14. November. 50. Tag: Schlüsselerlebnisse, Theater.

12:00 Uhr.

Die Schule läuft seit einer Woche wieder. Na gut, inzwischen sind es knapp 10 Tage. Und mein erster Arbeitstag nach den Ferien hatte es direkt in sich.

Ich mache meine Unterrichtsvorbereitung in der Regel am Wochenende. OK, zugegeben, am Sonntagspätnachmittag. Oft muss ich dann am Morgen vor der ersten Stunde noch Kopien machen oder Texte ausdrucken – was normalerweise auch kein Problem ist, da ich ja früh genug an der Schule ankomme, meistens ca. eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn.

Normalerweise.

Dann gibt es da noch die RATP, die „Régie autonome des transports parisiens“. Mit deren Zügen fahre ich jeden Tag durch die Ile de France. Die Strecke Wohnung-Schule reiße ich so in ca. 1 Stunde ab, davon 30 Minuten im RER, der Regionalbahn.

Normalerweise.

Aber wie wir ja wissen, ist „rollendes Material“ störanfâllig – denken wir an die gute, alte Deutsche Bahn. Davor ist man in Frankreich natürlich auch nicht gefeit. Und so kam es, dass ich am letzten Montag 20 Minuten im Gare de Lyon gewartet habe, da der Zug im Gleis nicht abfuhr, und dann noch eine Stunde im Zug selber, da er dauernd anhalten musste. Ich kam um 20 nach 8 in der Schule an, mit Unterrichtsbeginn um 8.30 Uhr.

Und einem Stapel an Materialien, die ich noch ausdrucken und kopieren musste.

Tolle Wurst.

Der Tag begann also mit ein wenig Stress. Dazu kam noch erschwerend hinzu, dass ich nicht wirklich viel geschlafen hatte, da ich noch nicht wieder im richtigen Rhytmus war. Dementsprechend k.o. war ich nachmittags. Ich war noch kurz an meinem Fach und machte mich gegen Viertel vor 2 auf den Heimweg.

Um 3 Uhr stand ich im Hausflur, den Inhalt meines Rucksackes und meiner Jackentaschen um mich herum verteilt. Warum?

Ich fand meinen Schlüssel nicht.

Und ein Anruf im Lycée bestätigte meine schlimmsten Befürchtungen: Ich hatte ihn dort am Schloß von meinem Fach hängen gelassen. Also: zurück in die Métro, zurück in den RER, zurück nach Achères. Nachdem ich gerade 75 Minuten nach Hause gefahren war, fuhr ich wieder 75 Minuten nach Achères.

Mein Schlüssel hing unschuldig dreinschauend an meinem Fach. Ich schimpfte, steckte ihn ein – und fuhr nach Hause. 75 Minuten. Noch einmal.

Dreidreiviertelstunden. 225 Minuten. 13500 Sekunden. Plus die Zeit morgens. Alles für die Katz’.

Diesen Montag war es nicht so schlimm. Da funktionierten bloß beide Kopierer nicht... Der Montag entwickelt sich zu meinem Hasstag.

Zu schöneren Dingen: Ich war am Sonntag im Theater: „Cabaret“. Geile Vorstellung, teilweise etwas freizügig, aber sehr zu empfehlen. Aber der Hammer ist das Theater: das haben sie seit 100 Jahren nicht mehr umgebaut. Alte Sitze, eine riesige Bühne – sehenswert!

Auf Anfrage erzähle ich gerne mehr. Jetzt muss ich aber los, meine Freistunde ist fast zu Ende.

Bis die Tage,


Ralf
14.11.06 12:43
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung